Uni Siegen

Avid ISIS 1000 Mehr für alle im Fachbereich Medienwissenschaften Uni Siegen

Michael Zimmermann ist Leiter des Labors im Fachbereich Medienwissenschaft der Universität Siegen. Er erläutert, wie mit einem bandlosen Workflow und dem Medienserver ISIS 1000 von Avid, die Schnittmöglichkeiten für die Studierenden des Fachbereichs revolutioniert werden. Als technischer Partner lieferte Qvest Media das Avid ISIS-System.

Seit September 2015 ist im medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen ein Medienserver des Typs ISIS 1000 des Herstellers Avid Teil des digitalen Videoschnitt-Workflows. Der Datenspeicher mit den rasanten Up- und Downloadgeschwindigkeiten gehört zu den Maßnahmen zur Umstellung von Produktion und Ausbildung auf ein bandloses System im medienwissenschaftlichen Seminar. Das Gerät bezog die Uni Siegen von Qvest Media, einem führenden Systemarchitekten für IT- und audiovisuelle Lösungen bei Broadcast- und Medienanwendungen.

„Unsere Einrichtung verfügt über zwölf lokale Schnittplätze, die mit Applikationen wie Avid Media Composer und Apple FinalCut für den Videoschnitt sowie Avid Pro Tools für Ton-Projekte ausgestattet sind“, erklärt Michael Zimmermann, Leiter des Medienlabors. „Bislang war lokales und wiederholtes Arbeiten nur am selben Schnittplatz möglich. Die steigende Anzahl der Studierenden und der allgemeine Paradigmenwechsel zum bandlosen und insbesondere kollaborativen Arbeiten machte da innovative Lösungen notwendig. Schließlich kann nicht jeder der Studentinnen und Studenten ewig auf ‚seinen’ Schnittplatz warten und gemeinschaftliches Arbeiten gestaltet sich unter diesen Umständen auch eher schwierig. Das Schneiden auf einem leistungsfähigen Videoserver bietet einfach mehr Möglichkeiten und Synergien. Unter anderem gibt es kürzere bis keine Wartezeiten auf einen Schnittplatz, da die Daten bei einem Medienserver nicht mehr lokal auf nur einem Schnittplatz liegen, sondern von jedem Platz aus aufgerufen werden können.“  

Dabei ist das System einfach zu bedienen, wodurch die Effizienz beim Editing gesteigert wird und gleichzeitig sämtliche Assets geschützt werden. Das Verbinden mehrerer Cutter gleichzeitig für eine Zusammenarbeit in Echtzeit ist für den ISIS 1000-Server keine große Herausforderung. Zudem lassen sich Produktionsunterbrechungen mithilfe der automatischen Laufwerkswiederherstellung vermeiden. „Auch im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung unserer Schnittplätze bietet uns das ISIS 1000 mit seinen Möglichkeiten, bis zu 24 Anwendern gleichzeitig Zugang auf die gespeicherten Daten zu gewähren, ideale Voraussetzungen“, erklärt Zimmermann.

Avid ISIS 1000

Storage Solutions

Die neue Installation wird für die Ausbildung in den Bachelorstudiengängen der Fakultät I genutzt, in dem es allein in den Einführungskursen Bild und Ton rund 250 Studierende und in den Einführungskursen Web rund 300 Studierende gibt. Zusammen mit den höheren Semestern benötigen dann insgesamt knapp 600 Studierende die Möglichkeit, Videos und Audiofiles zu schneiden. Bei nur zwölf festen Schnittplätzen bedeutet dies eine hohe Anwenderfluktuation und eine Vielzahl von Up- und Downloads, wie sie nur ein sehr schnelles System bewältigen kann. „Unser neues ISIS-System kennt keinen Feierabend“, sagt Zimmermann lächelnd. „Das System läuft quasi Tag und Nacht im Dauerbetrieb.“

„Wir hatten zunächst eine eigene Serverschnittlösung aufgebaut, die durchaus erfolgreich funktionierte. Den ständig wachsenden Anforderungen hinsichtlich der für das kollaborative Arbeiten benötigten Leistung war unser System dann aber einfach nicht gewachsen“, meint Zimmermann. „Wir haben uns daraufhin verschiedene am Markt verfügbare Zentralspeicherlösungen angeschaut und uns schlussendlich für die Avid-Lösung entschieden. Die allgemeine Leistungsfähigkeit, Schnelligkeit und Komptabilität des ISIS-Speichers waren sicher wichtige Punkte, die uns überzeugt haben. Hilfreich bei der richtigen Systemwahl war auch die Beratung durch unseren langjährigen Medienpartner Qvest Media aus Köln, über den wir das System dann auch bezogen haben.“

„Das Avid ISIS-System erfüllt alle Anforderungen des Netzwerks der Universität Siegen und entsprach zudem den engen Budgetvorgaben, mit denen Herr Zimmermann an uns herantrat“, so Detlef Ehrhardt, Sales Manager Professional Products bei Qvest Media. „Als günstige Einstiegslösung für Speichersysteme im Bereich professioneller Audio- und Videoproduktion und eben auch von Hochschul-Medienbereichen, wie dem der Siegener Universität, ist das Avid ISIS 1000 bestens geeignet. Das fortschrittliche Datei-Management ermöglicht es auch, Avid- und Drittanbietersysteme mit besonderer Datensicherheit, Flexibilität und Skalierbarkeit einzusetzen.“

Auspacken - Einschalten - Funktioniert

Gerade an der Uni Siegen kann das ISIS 1000 als Zentralspeicherlösung eine seiner großen Stärken besonders gut ausspielen: die breitgefächerte Kompatibilität. „Generell gilt für das Gerät ‚Auspacken – Einschalten – Funktioniert’, im Uni-Betrieb gibt es da allerdings ein paar Hürden zu meistern“, erklärt Zimmermann. „Vor allem die Abstimmung mit dem Rechenzentrum und die Vernetzung insgesamt sind sehr wichtig. Es gibt eine Vielzahl Sicherheitsprotokolle zu beachten, in die sich das Zentralspeichergerät jedoch einfach integrieren lässt. Man darf hierbei nicht vergessen, dass das Netzwerk der Uni von 20.000 Studierenden und 3.000 Mitarbeitern genutzt wird. Außerdem ist unser Rechenzentrum jüngst umgezogen. Ferner wurden zur Vernetzung der Standorte einige Kilometer Glasfaserkabel in der ganzen Stadt verlegt, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Schlussendlich findet sich aber immer eine Lösung und von der Anschaffung bis zur vollständigen Inbetriebnahme unseres ISIS hat es kaum einen Monat gedauert.“

Und nicht nur in das Rechenzentrum der Universität, auch in den digitalen Workflow der Medienwissenschaftler integriert sich das neue Gerät nahtlos. War bei den verwendeten Kameras die Umstellung auf ein bandloses System bereits vollzogen, so ist das ISIS 1000 nur der logische nächste Schritt, um das Portieren der Arbeitsprozesse in eine rein digitale, zentralisierte Plattform voranzutreiben. Bei dieser werden die Videodaten aus der Kamera über einen Ingest-Platz auf den Server übertragen, von dort an einen Schnittplatz und wieder zurück auf den Server, wo sie gelagert werden können und dennoch der direkte und kurzfristige Zugriff erhalten bleibt. Die Uni Siegen hat hierzu das ISIS 1000 mit 20 TB Datenspeicher angeschafft, von denen unter Raid-6 16 TB nutzbar sind, und betreibt diesen mit einem vom Rechenzentrum verlangten N7K- sowie einem Catalyst-Switch im Zugangsnetz. Am Ende bleiben die Daten jedoch nicht allein auf dem Server liegen.

„Wir führen einerseits Backups auf einem NAS-Speichersystem aus und archivieren andererseits zusätzlich auf XDCAM-Scheiben, mithilfe eines externen USB-Laufwerks der Sony PDW-Serie. Diese lassen sich bequem nach Semestern geordnet ins Regal stellen und sind für uns eine einfache und günstigste Lösung zur externen Aufbewahrung“, sagt Zimmermann.

Studierenden der Bachelorstudiengänge der Fakultät I an der Uni Siegen steht das neue System ebenso ab sofort zur Verfügung, wie auch allen anderen Studierenden der Uni Siegen, welche die Möglichkeit zum Besuch eines generellen Praxiskurses Ton und Film nutzen.